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Abstrakter Tanz – nrtta.

Der Unterrichtsaufbau folgt der traditionellen Struktur und beeinhaltet das Repertoire der Grundschrittte, der adavus. Die Grundschritte sind in Serien eingeteilt, wobei jede Serie einen Bewegungsschwerpunkt verzeichnet, z. B. Bewegung durch den Raum, Sprünge, Drehungen etc.
Jeder Grundschritt wird in drei Geschwindigkeiten geübt, zunächst langsam, in der ersten Geschwindigkeit, dann verdoppelt, das ist die zweite und schließlich nochmals verdoppelt, für die dritte Geschwindigkeit.

Das Erlernen der Grundschritte erlaubt den Aufbau der Kraft, Kondition und Koordination und dient ausserdem dem Erspüren der Raumrichtungen und Raumlinien. Die Wahrnehmung des Rhythmus wird trainiert, da in diesem Tanz ein exaktes Arbeiten mit dem Rhythmus erforderlich ist. Die spezielle Fußarbeit bildet ein perkussives Element im Tanz und wird als solche in der Erarbeitung der Grundschritte besonders beachtet.

Darstellender Tanz – nrtya.

Nach Erlernen der Grundlagen, der Adavus, erhält man die Einführung in den Schauspielunterricht. Abhinaya, das Schauspiel, im Bharata Natyam beginnt mit dem Ausdruck einfacher Situationen und Darstellungen, und wie auch bei den Grundschritten gibt es dazu eine Technik, die zur Stütze dient.

Die Tänze.

Werden die Adavus in den drei Geschwindigkeiten beherrscht, wird der erste Tanz des Repertoires gelernt, der Alarippu.
Alarippu bedeutet wörtlich aufblühen und ist ein Eröffnungstanz. Er ist rein rhythmisch (ohne Raga) und beginnt mit schlichten, klaren Bewegungen der Augen, des Halses, der Schultern, der Arme und Hände, schließlich der Beine und steigert sich im Laufe des Tanzes und hört mit einer komplizierten rhythmischen Sequenz auf.
Im Margam, dem traditionellen Repertoire des Bharata Natyam, ist der zweite Tanz der Jatisvaram. Hier werden Raga und Tala miteinander verbunden, so dass der Jatisvaram, so wie auch der Alarippu ein rein abstrakter Tanz ist. Der dritte, traditionelle Tanz eines Margams ist der Shabdam. Hier tritt das erste Mal das Abhinaya in einer schlichten Form in Erscheinung. Es werden Geschichten, zumeist von leichterem Inhalt, aus der indischen Mythologie erzählt.

Den Höhepunkt des Repertoires bildet der Varnam. Mit seinem sowohl rhythmisch, als auch erzählerisch komplexen Inhalt versinnbildlicht dieser Tanz die Sehnsucht des Menschen nach der Vereinigung mit dem Absoluten. Ein Varnam dauert im Regelfall mindestens eine halbe Stunde und stellt hohe Anforderungen an die Tänzerin bzw. den Tänzer. Nach einem Varnam werden zwei bis drei Padams getanzt, Tänze die vollständig oder fast zur Gänze erzählerischen Inhalts sind.

Den Abschluss eines traditionellen Tanzrepertoires bildet der Tillana, ein rein rhythmischer, abstrakter Tanz, in schnellem Tempo, der einfach die Freude an der Bewegung ausdrückt. Die meisten Tillanas beeinhalten ein kurzes Gebet, gerichtet an eine Gottheit. Beendet wird ein Margam mit dem Mangalam, dem segnenden Abschiedsgruß.

Notizen
Asmita Banerjee tanzt
Asmita Banerjee tanzt
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